Heilende Flügel

Ein Gedicht von Anton Schlittmaier
Der Fittich kreist ums viel zu dunkle Haus.
Du kannst ihn nicht versteh‘n, denn Deine Zunge
die klebt am Gaumen fest und schweigt sich aus.

Das Zwielicht kennt noch nicht den Tag im Sprunge!
Der rüde Führer, geistlos, hat nur Glück,
er blickt ganz ernst, verschweigt die kranke Lunge

und schwingt sein Bein und lässt die Welt zurück.
Die Erde wird mit Feuer ihn erdrücken.
Den Kopf streckt er und stürzt dann Stück für Stück.

Der Fittich weiß der Not uns zu entrücken!


© ANTOSCH

Informationen zum Gedicht: Heilende Flügel

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22.01.2020
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