Haus Buche

Ein Gedicht von Horst Rehmann
Vier Mietparteien im “Haus Buche“,
das sind die reinsten Mietnomaden,
empfangen täglich zig Besuche,
verursachen im Haus nur Schaden.

Tief im Keller wohnt Familie Maus,
nagt das ganze Jahr am Hungertuch,
rennt ständig planlos ein und aus,
verbreitet muffigen Geruch.

Im ersten Stock, in Richtung Westen,
wohnt ein Zimmermann mit Namen Specht,
er will mit seinem hämmern testen,
wie weit es geht, das Mieterrecht.

Familie Eichhorn wohnt im zweiten Stock,
knabbert an Nüssen und an Samen,
mit ihrem üppig braunen Rock,
fällt sie hier völlig aus dem Rahmen.

Ein schwarzes Pärchen wohnt im Dach,
trägt ganz stolz den Namen Rabe,
die Beiden machen höllisch Krach,
bewachen krächzend ihre Habe.

Doch sobald des Sommers Lied ertönt,
sind alle Mietnomaden weg,
für´s Quartier, da wurde nichts gelöhnt,
die Hinterlassenschaft, nur Kot und Dreck.

Informationen zum Gedicht: Haus Buche

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12.04.2011
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