Handball in der U-Bahn

Ein Gedicht von Heinz Säring
In einer U-Bahn, angetrunken,
sitzt Siegbert, halb in Schlaf gesunken;
'ne junge Maid - was wär ihm lieber -,
setzt sich ihm grade gegenüber.

Er sitzt nicht mehr gelangweilt hier,
macht Kügelchen sich aus Papier,
und mit den Kugeln zielt er fein
genau in ihren Ausschnitt rein.

Und als er trifft, da freut er sich,
laut ruft er: "Eins zu null für mich!"
Die Maid ist auch sofort dabei,
ergreift ein hart gekochtes Ei,

und gut gezielt wirft ihm das Weib
das Ei in seinen Unterleib,
ruft: "Eins zu eins!" Er jammert: "Schade,
Sie trafen leider nur die Latte!"

Informationen zum Gedicht: Handball in der U-Bahn

11.07.2011
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