Gevatter Tod

Ein Gedicht von Susi Becker
Wenn der Tod in dein Leben tritt, nimmt anstatt deiner, die Seele deines Kindes mit.
Lässt dich zurück in deinem Leid.
Der Kuss des Todes, nichts kann schlimmer sein, wenn es dich nicht selber trifft.
Dein Leben wird niemehr so wie vorher sein.
Erinnerungen - so schön sie sind, ersetzen weder das verlorene Kind, noch das sie für dein brennendes Herz ein Heilmittel sind.
Der Tod lässt uns ohne Antwort zurück,
er hinterlässt nur Scherben und Trümmer von Liebe und Glück.
Manchmal erlöst Er von Schmerzen und Pein, da kann er ein Erlöser sein.
Aber Menschen, die von jetzt auf gleich gerissen werden ins Totenreich.
Gerade noch gesund und munter, mit einem Lachen.
Menschen, die wir lieben, die uns glücklich machen.
Ob qualvoll, schmerzhaft, ungewollt, dieser Gedanke ängstigt jeden, ob jung, ob alt.der Tod macht keinen Unterschied.
Er reißt uns alle aus dem Leben.
Erst dann ist es wie bei unserer Geburt, nach dem Tod sind wir gleich.
Egal wie wir waren, gut, böse, arm oder reich. Geburt und Tod, wie Feuer und Wasser, weinen und lachen.
Egal was geschieht, egal wie weh es tut. Die einen kommen, die anderen gehen, man kann nichts dagegen machen. Und der Gedanke allein, das unsere Seelen sich nach dem Tod wiedersehen, mildert es auf keinste Weise.
Für ein Leben nach dem Tod, haben Lebende keine Beweise.

Informationen zum Gedicht: Gevatter Tod

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15.02.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Susi Becker) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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