Gesundheit auf Rechnung

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Den einen quält es hier,
den anderen plagt es dort.
Der Schmerz bleibt hartnäckig,
er geht so schwerlich fort.

Man eilt zur Apotheke schnell,
voll Hoffnung blind und bang.
Ein Quell von Gesundheit, hell,
der Weg dorthin ist lang.

Man kauft sich teure Medizin,
hofft auf Heilung, Trost und Ruh.
Doch bleibt der Schmerz im Sinn
und hört nicht wirklich zu.

Drum sucht man dann den Doktor auf,
als stiller Bittendant.
Er lächelt sacht darauf,
nimmt still das letzte Pfand.

Sei es Grippe, Rücken, oder Herz,
sei es Auge, Darm, sei es der Zeh.
Am Ende bleibt der Schmerz
und auch der Geldbeutel leer.

Für jedes Leid der Welt,
gibt es ein Rezept bereit.
Erst wenn das Geld entfällt,
ist man den Kummer leid.

Ob Heilung wirklich siegt,
bleibt oft ein blinder Fleck.
Doch eines sicher liegt:
Das Geld ist immer weg.

© Claudia Behrndt
11.12.2025

Informationen zum Gedicht: Gesundheit auf Rechnung

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09.01.2026
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