Gedanken kommen und gehen

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
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Gedanken niederzuschreiben,
ist wie ein Muss, morgens den Tag zu beginnen.
Worte mag ich verbinden,
aneinander reihen, wie Wege, um mich
an anderen Seelenorten wieder zu finden.

Gedanken mag ich, die
mich hinaus ins grüne Innere tragen,
wo sie Samen streuen
und Blüten pflücken oder nach Staub
von Sternen fragen.

Verbauen mag ich
diese Herztöne in Zeilen,
die am Lidufer
Lichtperlen trinken, verpixelnd verdichten,
bis sie als Bilder
im Augenspiegel versinken.

Gedanken treiben
heute dann wieder wortbunte Blüten,
die sich morgen
schließend verlieren, wenn sich die Bilder
neu formulieren.


@Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Gedanken kommen und gehen

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04.02.2026
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