Gedanken Japan

Ein Gedicht von Inge Wamser
Es ist morgens halb vier Uhr,

kann wieder mal nicht schlafen,

was mach ich nur.

Es ist sehr still, hör nur den Glockeschlag

der Kirche gegenüber, hoffe die Nacht

ist bald vorrüber.

Höre mir wieder Nachrichten an

von der Katastrophe in Japan.

Und denke an die armen Menschen,

die in Kälte liegen,

und kaum Essen kriegen.

Und ich hadere, wo ich im Trocknen sitz,

gemütlich warm am Küchentisch?

Fange an mich zu schämen,

wo doch Tausende sich furchbar grämen

wie es bei Ihnen weitergeht,

das Ausmaß in den Sternen steht.

Ich spreche ein Gebet

für all diese Menschen die so

tapfer mit Ihrem Schicksal kämpfen.

Das bald alles wieder wird gut,

Und das Japan Land fasst

neuen Mut.

Ich gedenke auch Allen dort,

die werden bleiben für ewig fort.

Sie hatten kein Glück, und lassen

verzweifelte Angehörige zurück.

Und wenn einmal viel Zeit darüber

vergangen,

die Welt nicht so schnell vergisst,

was in dem schönen Japan

vor Tagen passiert ist.

Es wird sehr lange dauern,

bis sie dort wieder neue Häuser

können bauen.

Habe wieder lange nachgedacht,

über der Menschen Sorgen,

fühle mich hier so geborgen.

Die Glocken schlagen

fünf mal gong,

sehe die aufgehende Sonne schon.

Es wird langsam hell,

ein neuer Tag beginnt,

wünsche, dass er allen Menschen

Gutes bringt.

Informationen zum Gedicht: Gedanken Japan

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18.03.2011
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