Für Timmy/Hope - Geduld im Sturm
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Im grauen Meer erklingt dein Klang,
von tiefer Sehnsucht still getragen,
er zieht durch jeden neuen Drang
und hallt in all den bangen Tagen.
So oft verschob man still den Plan,
weil jede Freigabe wieder fehlte,
ein neuer Tag brach zögernd an,
der deine Hoffnung weiter quälte.
Man pflegt dich sacht mit stiller Hand,
legt Tücher weich auf deine wunden Stellen,
mit Zinksalbe schützt man klug und sanft,
dein Leid in Sonne, Wind und Wellen.
Und ruhig wächst in dir Vertrauen,
du nimmst die Hilfe ohne Zagen,
als würdest du im Stillen schauen,
ob wir dich wirklich weitertragen.
Doch ob die Frist auch neu verrinnt,
so wächst doch Mut in dunklen Zeiten,
weil tief in dir ein Hoffen glimmt,
dich bald ins weite Meer zu leiten.
Am Ufer steht die Welt und sieht
hinaus zu dir mit stillen Bangen,
ein Wunsch, der durch die Menge zieht:
Dich HEUTE der Enge zu entreißen.
Das könnte Sie auch interessieren