Fünf Einschlafgedichte

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-1-
Chor der Katzenengel

Gleich sieben Kätzchen an der Zahl
singen mir schnurrend ein Schlaflied,
der Himmel ist ihr Konzertsaal,
ein jedes vor Jahren verschied.

Alle singen aus Herzenslust,
so wunderschön ist ihr Gesang,
Geschnure durchbebt meine Brust
-wohltuend der himmlische Klang-

-2-
Einfach nur himmlisch

In ner Tasse, auf Rosen gebettet,
ruhen zwei Mäuschen in tiefem Schlummer,
ihre Sorgenfalten sind geglättet,
in ihren Träumen gibt,s keinen Kummer.

Sie träumen sich in den Himmel hinein,
immer höher bis auf Wolke sieben,
unter ihnen wird die Erde ganz klein
- egal - den Himmel sie noch mehr lieben.

-3-
Feuerrote Kristallblüten
ein goldenes Zauberlicht hüten,
das uns erhellt die Dunkelheit,
den Weg erleuchtet in die Traumwelt.

-4-
Das Tagwerk ist vollbracht,
es naht heran die Nacht
mit ihr die Müdigkeit,
man ist für den Schlaf bereit,
isst vorher nicht zu fett,
kuschelt sich in sein Bett,
taucht ein in die Traumwelt
und schnarcht, was das Zeug hält.

-5-
Ein kleines Mädchen, engelsgleich,
betritt in Sandmanns Himmelreich
Traumlandschaften aus purem Licht,
da tritt heran ganz dicht
der Sandmann mit ner Laterne
- sie leuchtet weit in die Ferne -
schenkt dem Mädchen das Himmelslicht,
sie strahlt übers ganze Gesicht.

Informationen zum Gedicht: Fünf Einschlafgedichte

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03.06.2023
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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