Frühlingswald

Ein Gedicht von Meteor
Am verlassenen Waldesrand
stand ich gedankentief und allein.
Die Bäume gebäugt Hand in Hand,
wogend im wilden Wellenband,
warfen ihr dürres morsches Gebein
in die stürmische Frühlingsflut,
liessen ihren leidigen Ballast sein,
für frisches Leben altes Treibgut.

Rauschen übertönte beim Lauschen
das Wiegen und seufzende Sausen
von aufbruchgestimmten Gesichtern,
erwartungsvoll, neugierig, schüchtern.
Windverwehte Saat weit wildgesät,
wo bald die neue Generation aufgeht.
Regen gab von oben seinen Segen,
wird Sporen zum Austrieb bewegen.
Bei allem ward ich Mensch zugegen,
vergaß, wie der Sand der Zeit verweht.

Informationen zum Gedicht: Frühlingswald

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29.03.2026
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