Frühlingserwachen
-1-
Schläfrig aalen sich Eidechsen,
die nach Maienwärme lechzen
auf dicht bemoosten Felsgestein,
genießen dort den Sonnenschein.
-2-
Der Lenz belebet die Natur
Vertreibt es Winters letzte Spur,
bricht auf die harten Erdkrumen,
hervor strömt der Duft von Blumen.
-3-
Die Erde, trunken vor Wonne
Blühet auf unter der Sonne
Und nimmt allmählich Farben an,
die kein Mensch schöner malen kann.
-4-
Auch in allen Nestgelegen
Beginnt sich Leben zu regen,
Eier knacksen, brechen entzwei,
lassen erschöpfte Küken frei.
-5-
Vöglein zwitschern tirilieren,
um den Lenz zu zelebrieren,
dessen zartbuntes Blütenkleid
ihm feenhafte Anmut verleiht.
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