Frühlingsboten und die freche Wolke

Ein Gedicht von Sabine Brauer
Ich fühlte heute eine feine
Wärme an meinem Bein,
verdutzt dachte ich:
Wie kann das sein?
Ich sah hin und bemerkte,
es war der Sonne Schein.

Sie lockte mich nach draußen
mit ihrem hellen Licht.
Rief mir zu:
Siehst du es denn nicht?
Ich habe deine Blümlein geweckt,
manches Grün jetzt die Erde durchbricht.

Schnell ging ich in den Garten
und schaute wohl recht dumm.
Es war ein Wispern und Raunen
überall um mich herum.
Ach, alles reckte sich der Sonne entgegen
und fragte: Ist der Winter denn schon um?

Da kam die dicke Wolke
mit ihrem Wasserfass,
spritze die jungen Pflänzchen
voll Wonne alle nass.
Die fanden es nicht lustig, nein,
das machte keinen Spaß!

Auch Frau Sonne fand es gemein,
hat schnell den Wind mitgebracht.
Der blies die freche Wolke fort
hat alle wieder trocken gemacht.
Die Krokusse und Hyazinthen haben dann
die dumme Wolke ausgelacht.

© Sabine Brauer
2.02.2018

Informationen zum Gedicht: Frühlingsboten und die freche Wolke

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02.02.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Sabine Brauer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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