Frühling im Wald

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
***

Sie stehen starr, mit Lanzen aufgerüstet
die türmehoch gespitzten Nadelbäume,
wie fernöstliche Terrakottasöldner,
wie Raumfähren, die träumen- Sternenträume.

Sie stehn mit erdenferner, kühler Würde,
der Wind hat keinen noch verkrümmt, verbogen.
Doch hat der Tannen Heer kein Grün zum Keimen,
zum Sprießen unter seinem Schutz bewogen.

Die Blätterwälder mögen es viel bunter.
Die schlanken Zweige noch in voller Blüte
verbiegen sich wie Tempeltänzerinnen,
geschmückt mit Tauperlen die grünen Hüte.

In ihrem Reich sich Busch und Gräser laben.
Es schwirrt, es zirpt, es summt in allen Tönen.
Die vielen Lebensformen tummeln im Gezweige,
sie lassen sich mit frischem Überfluss verwöhnen.

© Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Frühling im Wald

10 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
-
04.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Lisa Nicolis) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.