Friedensdorf im Hinterland
Ein Gedicht von
Eva Pietsch
Hinter etwa sechs Bergen ganz abgeschieden
gibt es noch Idylle und Frieden.
Nomen est omen, das merke dir wohl!
Friedensdorf heißt dieser Ruhepol.
Es handelt sich nicht um den Nabel der Welt.
Das ist es, was mir so gut gefällt.
Überwältigend wenig bis gar nichts ist los.
Da plätschert die Dautphe durch Gras und Moos.
In Baumwipfeln säuselt ein sanfter Hauch.
Da kennt man im Nu jeden einzelnen Strauch
in Ermangelung anderer Sensationen,
die zu besichtigen sich lohnen.
Hier breitet Zeit sich gemütlich aus.
Das allein schon macht Erholung aus.
In die Länge streckt sich die Weile,
weshalb ich dem Alltag gern hier enteile.
In dieser hinterländlichen Ruhe
gelingt es mir, dass ich mal gar nichts tue.
Mich erfasst große Zufriedenheit
in dieser Abgeschiedenheit.
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