Folgen von Hyperbürokratisierung

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Folgen von Hyperbürokratisierung

Soweit Menschen sich noch wohlfühlen
In einem Staat, der mit Formularen knechtet,
Wird das den Lebenswillen abkühlen,
Wenn Bürger meinen, sie seien entrechtet.

Mit Überkontrollen Menschen drangsalieren,
So kann das nur Belastung und Mehrarbeit bedeuten,
Wird diese Hyperbürokratisierung zu Misstrauen führen,
Wodurch viel Lebenslust erstirbt den Leuten.

Dann kann man von den Belasteten hören:
„Hoffentlich verschwinden diese Anforderungen bald!“
Libido lässt sich auf diese Weise nicht mehren,
Nicht wenige Personen verlieren den Halt.

Unsinnige Nachfragen und viel Papierkram –
Trotz Internet wird permanent nachgefordert.
Das fördert beim Normalbürger ständigen Gram,
Belastet die Lebensfreude, wo nur Papier geordert.

In den Nordstaaten Europas gibt’s mehr Leben,
Weil dort das Gehäuse der Hörigkeit gezähmt.
Bei uns aber wird es so manchen Bürger geben,
Der sich für den Weggang aus dem Staate nicht schämt.

Bei uns redet man nur von Entbürokratisierung,
Denn diese kostete ja viel Schweiß und Arbeit.
Lieber redet man viel um den Brei herum
Und alles bleibt so wie zu jeder Zeit.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Folgen von Hyperbürokratisierung

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19.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.