"Flächenfraß"

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-1-
Wälder, Wiesen und Felder weichen,
wo Häuser in den Himmel reichen
werden unter Straßen begraben,
wo sie keinerlei Chance haben
weiter zu bestehen in der Welt,
solange der Asphalt nicht zerfällt.
-2-
Ackerland, von Blütenstaub umweht
befand sich dort, wo die Fabrik steht,
Schornsteine qualmen, rußen, fauchen,
die Umwelt in Rußwolken tauchen,
aus denen es kein Entrinnen gibt,
solange der Mensch nur Profit liebt.
-3-
Doch wird Betonwüste zuleide,
dem, der vermisst die Augenweide
inmitten der versteinerten Welt,
die nur der Zement zusammenhält,
unter dem Natur qualvoll erstickt
der wird letztlich zum Teufel geschickt.

Informationen zum Gedicht: "Flächenfraß"

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15.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.