Fatigue – Der müde Körper
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Mein Körper trägt den stillen Brand,
der tief in seinem Innern wohnt,
Ein unsichtbarer Gegenstand,
der jede Kraft im Schweigen schont.
Ein stiller Feind in meinem Blut,
er frisst die Kraft, macht alles schwer.
Kein Morgen kennt mehr frischen Mut,
mein Atem irrt wie leeres Meer.
Die Knochen kalt, der Blick ins Glas,
die Zeit zerrinnt wie fahles Licht.
Mein Körper nur noch fremder Palast,
der leise mir der Stille bricht.
Ich lieg im Grau, das mich durchdringt,
eine müder Schlag in meinem Sein,
bis selbst mein letzter Wille sinkt
und ich im Schweigen ganz allein.
Die Tage zieh´n wie in Watte grau,
die Nächte wiegen viel zu schwer.
Mein Herz wird still, mein Blick wird rau,
es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr.
© Claudia Behrndt
29.09.2025
(ich bin leider selbst davon betroffen)
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