Fast Liebe

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Bank am Fluss ist leer.

Früher saß hier der Tag
mit nassen Schuhen,
zerzaust vom Wind,
voller Stimmen und Sommer auf nackten Armen.

Jetzt: nur der Fluss.

Er zieht vorbei,
als wüsste er alles
und müsste nichts sagen.

Neben mir
atmet das Holz
die Hitze aus.

Kein Mensch.
Kein Ruf.

Nur Wasser,
das weitergleitet,

und eine Einsamkeit,
so ruhig,
dass sie fast
Liebe ist.

Informationen zum Gedicht: Fast Liebe

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22.06.2026
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