Es ist so schwer
Es ist so schwer
Es ist so schwer, eine Muse zu finden,
Welche die Nähe zum Dichter akzeptiert,
Ihn toleriert, der sie an sich muss binden,
Auch wenn er sein glückliches Leben führt.
Viele Musen wollen einen Mann ja ganz
Und verstehen nicht sein Musenbedürfnis
Nach Inspiration, Sprache und Glanz,
Weil er oftmals ganz im Wortzerwürfnis.
Musenarbeit bleibt Zuträgerschaft,
Mitunter auch dienende Freitätigkeit,
Denn alles, was ein Dichter schafft,
Bringt auch der Muse Zusatzarbeit.
Da kann als Dichter man verstehen,
Wenn eine Muse wieder geht,
Sie auf eigene Freiräume muss sehen,
Damit die Welt ihr offensteht.
Deshalb wünsche ich der Schönen,
Die als Muse bei mir geblieben,
Dass sie sich an mich kann gewöhnen,
Weil Poesie wir ja BEIDE lieben.
©Hans Hartmut Karg
2026
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