Erstes Erwachen der Krokusse
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Im Blätterteppich, kalt und grau,
bricht zartes Lila leise auf –
der Wald noch kahl, der Himmel rau,
nimmt still die Zeit den alten Lauf.
Kein Frost hält diese Kraft zurück,
die aus der Erde stille drängt –
der Frühling schickt sein erstes Glück,
bevor der Mai die Äste hängt.
So wächst aus Dunkel, Laub und Ruh,
die Hoffnung, zart und unbeschwert –
sie öffnet sich dem Lichte zu,
die Welt, die neu sich neu beschert.
© Claudia Behrndt
07.03.2026
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