Ein Tännlein.....

Ein Gedicht von Helga
Einst sah ich beim Spazierengehen,
ein kleines Tännlein vor mir stehen,
es reckte sich ans Licht empor,
kam zaghaft aus der Erde vor.

Die Jahre gingen still ins Land,
es wuchs und wuchs am Waldesrand,
und man merkt es schließlich kaum:
aus dem Bäumchen wurd` ein Baum.

Rank und schlank und wunderschön
muss er zwischen andern stehen,
stolz erhebt er sich zum Licht,
doch sein Schicksal kennt er nicht.

Doch eines Tages, dann oh weh,
fiel nicht nur der erste Schnee,
nein, es kam noch schlimmer,
und da half auch kein Gewimmer:

Motorsägen rückten an;
tun, was niemand hindern kann,
und in kurzer Zeit schon kaum,
lag gefällt der stolze Baum.

Informationen zum Gedicht: Ein Tännlein.....

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11.06.2026
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