Ein stiller Morgen

Ein Gedicht von Helga
Die Sonne hat es heut nicht eilig,
noch liegt der ganze Tag vor ihr,
ihr wird bestimmt nicht langweilig,
sie will die Wolken kontrollier'n.

Die tummeln sich im Himmelsblau
und formen sich zu Hauf,
bald wird das helle Blau zu Grau,
vergehen wird der Wolkenlauf.

Noch liegt die Welt in sanftem Schlummer,
und auf den Wiesen glänzt der Tau,
sie kennt noch nicht des Tages Kummer,
die Luft ist jetzt so würzig-rau.

Ein stiller Morgen lohnt im Leben
dem Frühaufsteher in Feld und Flur,
ein frischer Blick wird ihm gegeben,
so wohltuend wie `ne Wellness-Kur.

Vor ihm liegen vierundzwanzig Stunden,
wie ein unbeschrieb'nes Blatt,
wer weiß, was er dabei empfunden,
als dieser Tag begonnen hat.

Bald wird es laut und sehr geschäftig,
doch er fühlt sich beseelt von ihm,
schreibt auf, was ihn bewegt so heftig –
folgt den Gedanken, leise und intim.

Informationen zum Gedicht: Ein stiller Morgen

09.10.2026
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