Dunkle Stunden

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Sie erzählt von ihren dunklen Stunden,
wenn sich der schwarze Vorhang schloss.
Die Zeit hat sie längst überwunden,
nun spendet sie den anderen Trost.

Ihre Stimmung war oft sehr gedrückt,
es fehlten Antrieb und Energie.
Sie ging nie aufrecht, eher gebückt.
Glücklich war das Mädchen nie.

Ihre Eltern haben sie geschlagen.
Oft grundlos, das verstand sie nicht.
Sie erzählt, dass sie an manchen Tagen,
immer noch zusammenbricht.

Sie hat geraucht und viel getrunken,
probierte starke Drogen aus.
Gefatter Tod hat schon gewunken.
Schließlich verließ sie ihr Zuhaus´.

Streetworker haben sie aufgegriffen
und mit in ihre Arbeit eingebunden.
Sie ließ das Trinken und das Kiffen,
hat ihren Wirkungskreis gefunden.

Nun arbeitet sie für die Diakonie
und betreut obdachlose Härtefälle.
Ihre Erlebnisse vergisst sie nie.
Sie lebt für ihre Arbeitsstelle.

Informationen zum Gedicht: Dunkle Stunden

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28.02.2026
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