Druckstellen

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Sie drehen uns
unter weißem Licht,
suchen mit dem Daumen
nach weichen Stellen.

Ein Fleck genügt
für das Urteil.

Unsere Schalen tragen
den Regen,
den Druck der Zweige,
die Spuren vieler Hände.

Wir sind keine verdorbenen Früchte,
nur weil der Sommer
uns verlassen hat.

Manche Süße
beginnt erst
nahe am Fallen.

Unter der braunen Stelle
wartet der Kern,

klein,
dunkel,
voller Bäume.

Informationen zum Gedicht: Druckstellen

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24.07.2026
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