Drahtseilakt

Ein Gedicht von Meteor
Hoch auf der Klippe der Begierde,
ein hauchdünner Faden gespannt,
balancieren wir in Seidenhautzierde
im Wollen und Lassen verdammt.

Gliederspitzen auf schmalem Grat,
jeder Atemzug ein verbotener Pfad,
Haut gedehnt wie straffe Zittersaiten,
jedes Anzupfen kurz vorm Abgleiten.

Wir schwanken über dem tiefen Fall,
nur ein Zucken entfernt vorm Schlund,
gefangen im Puls von starker Lustqual,
der Drahtseilakt führt zum Gipfelgrund.

Informationen zum Gedicht: Drahtseilakt

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01.08.2026
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