Die Unterscheidung der Geister

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Das Tal der Ahnungslosen
abgeschnitten der Blicke
hungrig aber nie müde
Auf Empfang geschaltet
doch immer wieder angehalten
dem Schattenspiel vorauszueilen

Versucht, mit undurchsichtiger Körperkraft
dem viel zu engen Korsett der Einwände
sich von Zeit zu Zeit zu befreien:
Aus der Enge des Denkens
geschuldet dem Prinzip Vernunft
ihrer unerlässlichen Grundzüge
einer faktischen Existenz

Kämpferisch, leidenschaftlich
kompromisslos im Erringen
gegenüber der anderen Wirklichkeit
der Realität
Die Dimension der Macht
tritt selten zurück
Deutungsansprüche fördern den Konflikt

Aus der Identität der Wahrnehmung
entsteht der Blick auf das Verhältnis
geistgeleitet geformt zu Körper
Die Erfahrung greift zurück
vergewissert und prüft
sie ordnet und erfüllt

Davon nicht völlig losgelöst
von einer anderen Existenz der Wirklichkeit
die unterscheidungswillig agiert
sind auch die Wege des Lichts geführt
- in hell oder dunkel
- in Tag oder Nacht
- ab einer Grenze zerfließend



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 15.03.2016)

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Informationen zum Gedicht: Die Unterscheidung der Geister

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15.03.2016
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