Die Traumgängerin
Ein Gedicht von
Lisa Nicolis
***
Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.
Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mir so mein Wogenrauschen hellt.
Ich wurde brausend Nebel, Schaum,
Traumgängerin -ein Hauch von Traum.
Ich wurde eins mit meiner Nacht.
Bin morgens leider aufgewacht.
© Lisa Nicolis
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