Die Traumgängerin

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
***

Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.

Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mir so mein Wogenrauschen hellt.

Ich wurde brausend Nebel, Schaum,
Traumgängerin -ein Hauch von Traum.
Ich wurde eins mit meiner Nacht.
Bin morgens leider aufgewacht.



© Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Die Traumgängerin

12 mal gelesen
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25.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Lisa Nicolis) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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