Die Sterne

Ein Gedicht von Klaus Lutz
Seit Tagen beobachte ich diese Frau. Sie
arbeitet im Garten. Sie hat Blumen in
einer Kiste. Und will sie Pflanzen. Aber,
dann kommt der Briefträger. Und sie muss
unterbrechen. Dann kommt die Freundin.
Und sie muss unterbrechen. Dann geht sie
einkaufen. Und sie muss unterbrechen. Und,
am Abend setzt sie die Arbeit fort. Und
ich ahne Sie weiß es: „Alles was sie am Tag
getan hat war wichtig!“ Aber Blumen in die
Nacht zu pflanzen. Das wird bleiben.

Seit Tagen beobachte ich diese Frau. Sie
sitzt auf der Veranda. Und schreibt einen
Brief. Dann kommt Jemand und will mit ihr
reden. Und sie muss unterbrechen. Dann ruft
ihr Mann. Und sie muss unterbrechen. Dann
muss sie Wäsche aufhängen. Und sie muss
unterbrechen. Und dann Abends schreibt sie
weiter. Und ich denke sie weiß es: "Alles
was sie am Tag getan hat war schön!" Aber
einen Brief in die Nacht zu schreiben. Das
wird bleiben!!!

Seit Tagen beobachte ich diese Frau. Sie
sitzt immer am Fenster. Und will Gitarre
spielen. Aber dann klingelt Jemand an der
Tür. Und sie muss unterbrechen. Dann kommt
ein Paket. Und sie muss unterbrechen. Dann
sieht sie die Post durch. Und sie muss
unterbrechen. Und dann Abends spielt sie
weiter. Und ich denke sie rät es: "Alles
was sie am Tag getan hat war notwendig.
Aber ein Lied in die Nacht zu spielen. Das
wird bleiben!!!

Klaus Lutz

Informationen zum Gedicht: Die Sterne

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21.11.2013
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