Die Schnecke (Gedicht für Kleinkinder)
Die Schnecke
Die Schnecke trägt ihr Häuschen
heil über Blatt und Stein,
trifft auf dem Weg ein Mäuschen,
auch das spaziert allein.
Der Igel macht ihr Bange,
doch schnappt sich der den Wurm.
Verlassen steht schon lange
der alte Falkenturm.
Sie kommt durch jede Hecke
ins frische Gartengrün.
Doch manchmal ist die Schnecke
beim Wandern viel zu kühn.
So schleichend, heimlich, leise
beknabbert sie das Blatt
und setzt dann fort die Reise,
nach einem Schläfchen satt.
Die Schnecke hat auch Fühler,
die tasten sacht voraus.
Wird es am Abend kühler,
zieht sie sich in ihr Haus.
Sie kriecht über die Erde
und denkt so vor sich hin:
„Auch wenn ich nie groß werde,
ich mag mich, wie ich bin.“
*
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