Die Nacht beginnt

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Die Nacht beginnt

Abendumsäumt beginnt die Nacht
Ihr Dunkelnetz jetzt aufzuspannen.
Während fahl der Mond erwacht,
Atmen taggestresst die Tannen.

Die Sonne hat Hitze gebreitet,
Gab uns ein Licht in vollem Gleißen,
Sehnlich das Warten eingeleitet
Zum Abend mit den Dämmerweisen.

Erst jetzt erwacht die Waldnatur
Erneut zu Eigenatem, Leben,
Öffnet dem Wild Wege, die Spur,
Damit es Schutz kann so aufgeben.

Die Hitze weicht nach oben weg
Zum Himmel, der bald sternenklar.
Da wird Feuchte zum Privileg
Für eine kleine Vogelschar.

Was noch am Tage gut versteckt
Tritt jetzt endlich sein Leben an,
Ist aufgestanden, aufgeweckt,
Weil es jetzt wieder gehen kann.

Abendumsäumt beginnt die Nacht
Ihr Dunkelnetz jetzt aufzuspannen.
Während fahl der Mond erwacht,
Tritt Wild hervor unter den Tannen.


©Hans Hartmut Karg
2021

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Informationen zum Gedicht: Die Nacht beginnt

37 mal gelesen
26.01.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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