Die Mansarde

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
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An fremden Dächern stößt mein Blick sich wunden,
will ich der Jahreszeiten Farb' erkunden.
Ein Fleckchen Himmel, aus dem endlos weiten,
lass ich mir täglich durch die Seele gleiten.

Dann träum ich mich ins wiesengrüne Sprießen,
lass Blütenregen übers Haar mir fließen
und streife wie ein Reh mit flinken Beinen,
durch Tränen, die die Morgenstunden weinen.

Mein Fenster steht in einer Wand von Träumen,
die meiner Augenblicke Enge säumen.
Es ist der luft’ge Weg, die erdenbösen
und schweren Seelenfesseln kurz zu lösen.


© Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Die Mansarde

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06.04.2026
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