Die kleinen Wunder sehen

Ein Gedicht von Roman Herberth
Nach Tausendschönchen Ausschau halten.
sich alle Tage neu entfalten.
Bevor der Schlaf kommt, in sich gehen.
Und nach den kleinen Wundern sehen.

Sich selbst auch mal die Meinung geigen.
Und seine Fehler nicht verschweigen.
Auf einen klugen Ratschlag hören.
Und nicht bei Nacht die Ruhe stören.

Dem Sing-sang eines Baches lauschen.
Sich nicht an Bier und Wein berauschen.
Auch fröhlich sein auf Seitenwegen.
Und seine gute Laune pflegen.

Nicht blind sein für die schönen Dinge.
Und dankbar sein für Schmetterlinge.
Und auch die spitze Zunge zähmen.
Und sich nicht alle Tage grämen.

Mit Herz und Hirn, die Schöpfung preisen.
Und Tönen lauschen, auch den leisen.
Und niemals überheblich werden,
denn wir sind nur ein Gast auf Erden.

Informationen zum Gedicht: Die kleinen Wunder sehen

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09.11.2013
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