Die Klage

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Was gilt des Sieges heller Schein?
Ein Kranz, vom Herbste schon berührt.
Ich will dem fernen Schimmer sein,
Der mich ins milde Dunkel führt.

Des Mutteschoß entleerte Halle,
Sie hütet treu ein altes Pfand.
Ob auch die stolze Säule falle,
Bleibt Sehnsucht doch im Seelenland.

Viel Leid wird tief im Herz getragen,
Das Schicksal mahlt mit weisem Lauf.
Sieg ist nur Trost an dunklen Tagen,
Und wiegt die herbe Klage auf.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 24.02.2026]

Informationen zum Gedicht: Die Klage

24.02.2026
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