Die guten alten Zeiten

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Großmutter sitzt in ihrem Sessel
und hält gerad´ Mittagsruhe.
Die Füße auf der kleinen Fußbank,
daneben die schwarzen Schuhe.

Sie erzählt von ihrer Jugendzeit,
- wie schön es damals war.
Viel Ruhe und Gemütlichkeit,
das Wasser war rein und klar.

"Früher gab es keinen Fernseher
und auch kein Telefon.
Der Lehrer und der Pfarrer,
galten als Respektperson.

Die Frauen arbeiteten zuhause,
mussten putzen, waschen, kochen.
Im Winter habe ich viel gestrickt,
am liebsten dicke, warme Socken.

Im Garten gab es Erdbeeren,
Obstbäume und auch Bohnen.
Gedüngt wurde mit Pferdemist,
die Ernte sollte sich ja lohnen.

Automobile gab´s damals schon,
doch die waren viel zu teuer.
Konnte man sich ein Fahrrad leisten,
war das schon ungeheuer..."

Lächelnd blinzelt sie mich an.
"Ich kann vieles nicht verstehen.
Die Welt hat sich zu schnell verändert.
Es wird langsam Zeit zu gehen."

Informationen zum Gedicht: Die guten alten Zeiten

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02.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.