Die Betrogene

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-Fiktion –

-1-
„Du bist anziehend“, lügen seine Lippen,
doch schaudert, s ihm vorm Speck auf ihren Rippen,
die Berührung ihres Körpers ekelt ihn,
die Frau sieht fürwahr nicht aus wie Marilyn.
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Sobald sie nur sachte berührt seine Hand
dreht er sich abrupt mit dem Gesicht zur Wand,
um weitere Liebkosung abzuwehren,
will Annäherungsversuche nicht mehren
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Geschickt hält er sich seine „Alte“ vom Leib,
in seine Augen ein “potthässliches“ Weib,
dem es nicht gelungen ist, zu erfahren,
dass er eine Geliebte hat seit Jahren.
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Wüsste sie es, könnte sie wohl ausflippen,
mit einem Dolch ihm spalten seine Rippen,
sein todgeweihter, marmorkalter Korpus
wehrlos wär gegen ihren fötiden Kuss.

Informationen zum Gedicht: Die Betrogene

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11.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.