Des Krieges Bannfluch

Ein Gedicht von Thomas De Vachroi
Nichts als Ruinen, ohne Türen und Glas
zieht die Straße die blutige Furt
der leeren Fassaden – und keine Bahn mehr surrt.
Das Pflaster glänzt blutnass.

Trifft der Tod, der Blick ist kalt
der harte Schritt der Soldaten auf Pflastersteinen verhallt –
Feuer steigt auf, höher als jeder Zaun,
der letzte Atemzug kommt geballt.

Keinen Schutzraum mehr
so im Nichts das Denken wie im Gehen
zwischen ehemaligen Mauern, die nun nicht mehr stehen.

Wie Purpur das blutgetränkte Hemd-
es drückt mit einem riesigen Gewicht,
des Krieges Bannfluch, wo Blut und Erde sich mischt.

©Thomas de Vachroi

Informationen zum Gedicht: Des Krieges Bannfluch

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09.03.2026
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