Des Feuers Macht

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
Feuerkraft
-1-
Brenne ich lichterloh,
ich verwarne und droh:
„Geht mir aus dem Wege,
sonst in Asche ich lege,
was in den Weg sich stellt,
meiner Kraft nicht standhält.“
-2-
Ich bin als Feuer
nicht nur Ungeheuer
mit gewaltiger Kraft,
das sich Platz verschafft,
auch Wärme ich gebe
solange ich lebe.
-3-
Doch wer mit Feuer spielt,
weil er, s für harmlos hielt
kommt selber darin um,
nur weil er war zu dumm
für sich zu verstehen,
mit Feuer umzugehen.

-2-
Wandlung

Als Feuer habe ich zerstörerische,
aber auch klärende Kräfte.
Mit Bestehendem räume ich auf,
bereinige Dinge und schaffe dadurch
ausreichend Platz für Neues.
Meine Flammen schlagen aus,
nehmen gefangen, was brennbar ist.
Dank meiner Kraft vollzieht sich
Wandlung – feste Materie zerfällt zu Asche,
die Nährboden für neues Leben bildet.

Informationen zum Gedicht: Des Feuers Macht

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07.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.