Der Stern hinter Glas

Ein Gedicht von Max Vödisch
Du sahst die Sonne blutrot stehen,
doch konntest nie ihr Leuchten sehen.
Dein Leben – wie ein leeres Boot,
treibt durch die Zeit, so still, so tot.

Die Wirklichkeit – ein ferner Klang,
ein Stern, der nie zu dir gelang.
Du greifst nach Licht, doch bleibst allein,
die Welt scheint dir aus kaltem Stein.

Dein einziger Lohn: ein Traum, so klar,
der dir noch sagt, was einmal war.
In deiner Welt, so tief, so still,
ist er das Einzige, was bleiben will.

Er hält dich aufrecht, Tag für Tag,
wenn dich die Welt nicht tragen mag.
Denn manchmal lebt in dunkler Zeit
nur das, was man im Innern schreit.

Informationen zum Gedicht: Der Stern hinter Glas

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27.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Max Vödisch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.