Der Seher der Welt
Ein Gedicht von
Peter Leitheim
Wir leben in einer Epoche der totalen Vermessung. Was sich nicht wiegen, zählen durch Algorithmen beweisen lässt, gilt in unserer Welt schnell als Illusion, als Träumerei. Mit der Ankunft der Elektronik haben wir verlernt, mit den Augen des Geistes zu sehen. Die Toleranz gegenüber dem Unfassbaren ist einer kühlen Arroganz gewichen, die alles abstreitet, was außerhalb ihrer Datenströme liegt.
Doch die Menschheitsgeschichte lehrt uns, die größten Sprünge, die tiefsten Wahrheiten und die heilsamsten Erkenntnisse wurden nicht von Apparaten errechnet. Sie entsprangen Visionen, Träumen und einer inneren Gewissheit, die ohne Kabel und Bildschirme auskam.
Dieses Werk ist ein Aufruf, sich an diese verlorene Sehkraft zu erinnern und den Träumen ihren rechtmäßigen Platz als Brücke zur Wahrheit zurückzugeben.
Er sieht die Welt durch kühles Glas,
misst jeden Schritt und jedes Maß.
Was Geist und Seele einst geschaut,
wird heute als Phantasie vergrault.
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Man nennt es Traum, man nennt es Trug,
was einst im Geist der Menschen schlug.
Die alte Sehkraft ging verloren,
im Lärm des Lebens der Motoren.
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Was einst als altes Wissen galt,
verblasst im „PC“ Medienwald.
Kein Raum bleibt für ein Wunder mehr,
das Auge starr, die Herzen leer.
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Was Menschen einst als Weisheit galt
verblasst im Lärm im Netzwerkwald.
Gar vieles was kein Code versteht,
seht viele Träume so verweht.
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Wer nur der kalten Logik glaubt,
hat sich des eigenen Lichts beraubt.
Doch hinterm Vorhang unserer Zeit
macht sich ein Hoffnungsschimmer breit.
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In manch Gedicht viel Wahrheit steht,
manch Traum der Menschheit weiterlebt.
Manches, man nicht für machbar hielt
doch heute ist es, das Alltagsbild
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