Der Sanftbegleiter

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Der Sanftbegleiter

Haben wir den Mond denn verstanden
Als Sonnenabglanz und Nachterhellung,
Wenn er jetzt leuchtet in den Landen
So nahe bei der Liebesbestellung,
Welche das fahle Lichtchen sucht,
Um nun der Lust Sporen zu geben,
Durch jene auch, die nicht betucht
Nun gleiten in ihr pralles Leben?

Der Nachtstern ist ein Sanftbegleiter
Der wunderschönsten Heimlichkeiten,
Stellt das Verlangen gern auf „Weiter“,
Weil er aufweckt uns gern beizeiten,
So dass die Hand greift nach dem Herzen,
Das traumverloren selig trudelt,
Sich dann erlaubt intimes Scherzen,
Wenn die Lust beiderseits eintrudelt

Und unser Mond im Morgenschein?
Ja, er verblasst vor lauter Scham
Und kümmert sich so ganz allein
Ums Schwinden, wenn der Liebeswahn
Dann nur noch Schwachsignale sendet,
Sich voneinander Körper drehen,
Weil die Erfüllung nun vollendet
Und sie in Orpheus Arme gehen...


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Der Sanftbegleiter

16 mal gelesen
21.11.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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