Der Naschbär
Frau Mayer flitzt ganz schnell aufs Klo
und lässt die Haustür offen.
Am Baum reibt sich ein Tier den Po,
schwankt aufrecht wie besoffen.
Es kommt daher ein brauner Bär
und sucht sich was zum Naschen.
Er tapst hinein, ist groß und schwer,
durchwühlt die Einkaufstaschen.
Da rollt die Flasche Wein vom Tisch,
der Bär zerdrückt die Eier.
Er lässt vom frischen, rohen Fisch
nur Gräten für Frau Mayer.
Reißt dann ein Päckchen Zucker auf,
leckt Honig aus dem Glase.
Der alte Bär, er brummt und schnauft,
vom Mehl ist weiß die Nase.
Dort, hinterm Ofen, gut versteckt,
da ducken sich zwei Katzen
und denken mäuschenstill vor Schreck,
„Das Biest hat große Tatzen!“
Nun sitzt er im Tomatensaft,
spielt mit der Bonbondose,
trägt überm Kopf, am Ohr gestrafft,
Frau Mayers Unterhose.
Auf dieser tanzen kunterbunt
gemalte Kuschelbärchen.
Der Naschbär lacht sich kugelrund,
und - glaubt ihr so ein Märchen?
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