Der Mond
Ein Gedicht von
Klaus Lutz
Der Mond ist noch da.
Es ist 12 Uhr. Und der
Mond ist noch da. Und keine
Feuerwehr hilft. Und der
Polizei ist das egal. Und
die Regierung hat gerade
Ferien. Und der Bürgerneister
ist depressiv. Und der Pfarrer
raucht Pfeife. Und die Leute
sitzen im Cafe. Gehen in
Geschäfte. Und der Mond ist
da und lacht.
Der Mond ist noch da. Jetzt
Ist es 14 uhr. Und der Mond ist
noch da. Die Wissenschaft ist
ratlos. Das Horoskop kann
auch nicht helfen. Jeder
Erleuchtung fehlt die Idee.
Der Kunst fehlt der Zirkus.
Der Denken der Roman. Und
kein Witz denkt noch klar.
Und der Geiger steht in der
Ecke.
Der Mond ist noch da. Jetzt ist
es 16 uhr. Und der Mond ist noch
da. Der Kellner bringt weiter den
Kaffee. Der Markt bietet noch
Obst an. Das Denken glaubt
wieder an Zauber. Der Bettler
spielt im Lotto. Das Taxi ist ist
jetzt gratis. Und der Jäger erlegt
noch einen Hirsch. Und die Kirche
bleibt trotzdem leer.
Der Mond ist noch da. Jetzt ist
es 18 Uhr. Und der Mond ist
noch da. Was passiert wenn
auch die Sonne da bleibt.
Und die Sterne. Und wenn der
Tag zur Nacht wird. Und die
Nacht zum Tag. Bleibt dann der
Himmel im Kopf. Und die Nacht
mit Mond. Und mit Sternen. Als
das Denken das alles korrigiert
(C) Klaus Lutz
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