Der Kellner stahl dem Gast die Frau

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Ein Abend mit Romantik pur,
im Schimmer milden Kerzenlicht´s.
Fragend blickt ein Gast auf die Uhr,
warum serviert der Kellner nichts?

Doch da, er rast geschwind herbei,
sein Kopf ist rot und wild das Haar.
Hab fast vergessen euch, ihr Zwei
ihr seid ein wirklich hübsches Paar.

Zwei Gläschen und ne Flasche Wein,
hab ich euch schon mal mitgebracht.
Darf´s auch noch was zu speisen sein,
in dieser heißen Sommernacht?

Mann ist schon satt, von dem Gequatsche,
und Kellners unverschämten Art.
Eine Idee hilft aus der Patsche,
ja, zweimal Brennesselsalat .

Mein Herr, das steht nicht auf der Karte,
doch sehn sie hier, auf Seite zwei.
Dort stehen allerlei Salate,
bestimmt auch was für sie dabei.

Sein Blick fällt lüstern auf die Dame,
sie lächelt ihn schon zärtlich an.
Er fasst die nackten Oberarme,
zieht sie an seine Brust heran.

Zärtliche Blicke, wilde Küsse,
Mann sitzt da, und schaut dumm drein.
Er zieht dann lächelnd seine Schlüsse,
das kann doch alles gar nicht sein.

Ein feurig heißes Abenteuer,
bei Kerzenlicht und rotem Wein.
Kellner und Frau im Liebesfeuer,
der Gast bleibt hungrig und allein.

Informationen zum Gedicht: Der Kellner stahl dem Gast die Frau

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10.04.2026
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