Der Fluss
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Der Fluss
An diesem Morgen war der Fluss grau.
Er zog schweigend durch das Tal,
vorbei an Erlen und verlassenen Bootsstegen.
Das Wasser erinnerte an Zeit.
Immer in Bewegung.
Immer dasselbe.
Immer anders.
Wer am Ufer stand, konnte nicht erkennen,
woher es kam und wohin es ging.
Vielleicht, dachte ein alter Fischer,
verhält sich der Tod ähnlich.
Wir sehen nur eine Biegung des Stroms.
Was dahinter liegt,
verbirgt sich unserem Blick.
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