Der Fischerjunge

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Gerade hatte ich einen Traum,
ich war allein am Meer.
Nur Möwen, Wellen, weißer Schaum,
- kein Plastikmüll und Teer.

Ein Fischerjunge kam vorbei,
er war aus Warnemünde.
Er zog mich liebevoll ins Boot,
das hatte seine Gründe.

Das Leuchtfeuer und das Abendrot
schien nur für uns allein.
Im Picknickkorb war Abendbrot
und auch ein Fläschchen Wein.

Ganz zärtlich hat er mich verwöhnt,
mit mir gescherzt, gelacht.
Vor Wonne habe ich gestöhnt,
- dann bin ich aufgewacht.

Das Herz klopft noch in meiner Brust,
ich bleibe ganz still liegen.
Zum Aufstehen habe ich keine Lust,
doch jetzt ärgern mich zwei Fliegen.

Informationen zum Gedicht: Der Fischerjunge

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28.02.2026
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