Der Baum und sein Ende..
Ein Gedicht von
Wilfried Kuhse
ein Baum nicht mehr grün und träge,
wartet auf den Mensch mit der Säge,
einige Vögel haben es schon geahnt,
mit ihrem Ruf Andere davor gewarnt,
der Maulwurf ist auch auf der Flucht,
sucht Schutz am Bach in der Schlucht,
die Fische sehen das ganz erstaunt,
der Angler ist gleich schlecht gelaunt,
Ameisen wollen jetzt ganz schnell weg,
aber der Regenwurm bleibt im Versteck,
der Baum nicht mehr grün und träge,
denkt sich, er steht Allen im Wege,
seine Zeit war eigentlich gut gewesen,
nun fehlt die Kraft wieder zu genesen,
ein Sammler versucht Pilze zu retten,
Waldschützer sich am Baum ketten,
mit großen bunten Schildern dabei,
singen laut lässt die Natur endlich frei,
Rehe auf der Lichtung als Zeugen,
Hirsche ihr Geweih zum Angriff beugen,
laute Geräusche sind auch zu hören,
Polizei will die Aktionen jetzt stören,
umschließt so die Gruppe im Kreise,
Reporter blitzen Fotos als Beweise,
der Baum nicht mehr grün und träge,
wünscht sich, das man ihn zersäge,
seine Zeit wäre auch mal endlich vorbei,
er ist alt und krank, da hilft kein Geschrei,
ein Wanderer versucht sich als Schlichter,
entpuppt sich als Verfasser und Dichter,
lässt die Geschichte nun zu Ende gehen,
für jeden so, wie man es möchte sehen..
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