Der alte Meyer 2

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Nachbar Meyer winkt mir zu,
er wirkt frisch und gut rasiert.
Seid ich ihn unverhofft besucht,
ist irgendwas mit ihm passiert.

Er ist nicht mehr so brummig,
und im Viertel ist jetzt Ruh´.
Manchmal sitzt er vor dem Haus,
und schaut den Nachbarkindern zu.

Beim Kicken schoss der Tommy,
einen Ball auf sein Grundstück.
Der alte Mann hat sich gebückt
und gab ihm den Ball zurück.

Früher hat er sich geärgert
und den Ball erst mal versteckt.
Die Kinder waren außer sich
und haben den Mann geneckt.

Ich werde den Herrn Meyer,
vor Ostern noch mal besuchen.
Diesmal gibts keine Nougat-Eier,
sondern ein Stück Möhrenkuchen.

Informationen zum Gedicht: Der alte Meyer 2

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03.04.2026
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