Dein Schweigen schreit mich an
Ein Gedicht von
Nico Fender
Dein Schweigen schreit mich an
und hält keine Lösungen parat.
Am Ziel könnten wir jetzt schon sein,
doch Stille hält uns am Start.
So viel Kraft ist im Ärger verschwendet,
dabei hat man vorher die Tragödie zugelassen.
Im jetzt lässt sich der Schaden vermeiden,
in der Vergangenheit kann ich ihn nicht mehr fassen.
Die Zeit heilt alle Wunden,
doch das Nicht-Sagen trage ich als Last mit mir herum.
Und wieder muss ich Stunden warten.
Auf eine Rück-Veränderung.
Dann ist alles wieder fein,
Nur ich darf in der Seele Scherben wieder kehren.
Und schreie in Versen dann zurück.
Worte, die keinen scheren.
Ein kurzes Gespräch zu schwierig,
der klärende Termin vertagt.
Einfach ist, zu Warten bis der Sturm sich legt
und solange eben keiner etwas sagt.
Doch dein Schweigen schreit mich an,
ohne vorher zu überlegen.
Und ich? Ich stehe schon wieder am Pranger
und weiß noch nicht einmal weswegen...
N.Fender
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