Dein Duft liegt noch auf meiner Haut

Ein Gedicht von Robert Späth
Mein Verstehen stirbt im Moment, der lebt.

Ich sehe deine Lippen sich bewegen, die Worte ergeben keinen Sinn.
Dein Mund, der mich gestern noch lebendig geküsst,
öffnet sich heute, um mich zu töten.

Ein blindes Unwetter, das an deiner Kälte zerbricht, betrachtet mich.
In meiner Brust schlägt kein Herz mehr –
nur ein glühender Rest, der nicht begreift, warum er erlöschen soll.

Ich starre dich an und werde vor meinen eigenen Augen zu Asche.
Wie kann diese Liebe so unendlich sein,
so schwer wie die Wurzeln der Erde,
während dein Abschied mich einfach wegweht wie Staub?

Ich bin der Schrei eines Ertrinkenden in einem Ozean,
den du mit einem einzigen Wort erfunden hast.
Nichts ergibt Sinn.
Keiner meiner Gedanken mehr.

Ich begreife diese Stille nicht, die du hinterlässt –
welche mich zwingt, mein eigenes Sterben zu betrachten

Informationen zum Gedicht: Dein Duft liegt noch auf meiner Haut

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21.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Robert Späth) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.