Das Wesen der Fische
Ein Gedicht von
Max Vödisch
In tiefen Gewässern, wo Licht sich bricht,
bewahren zwei Seelen ihr eigenes Gesicht.
Sie schwimmen im Kreis, mal hierhin, mal dort,
und finden im Träumerischen ihren Ort.
Einfühlsam erspüren sie fremdes Leid,
empfänglich für Schwingungen fern jeder Zeit.
Doch was sie so gütig und mitfühlend macht,
hat sie oft um klare Entschlüsse gebracht.
Unentschlossen gleiten sie durch die Flut,
weil in beiden Richtungen Wahrheit ruht.
Mit künstlerischem Geist und intuitiver Kraft
wird aus zarter Ahnung lebendige Pracht.
Zwei Fische, die wissen, dass Grenzen vergehen,
wenn wir die Welt durch das Fühlen verstehen.
So bleiben sie Wanderer zwischen den Welten,
wo nur noch die Gesetze des Herzens gelten.
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